— Werbebanner 468×60 —
911?Kontakt
HomeInterviewsPulsdriver

Pulsdriver

Interviews — Originalinhalt von 911-party.com (2001)
interviewPulsdriver911

Slobodan Petrovic alias Pulsedriver ist seit einigen Jahren im Musikgeschäft aktiv. Er war in der Vergangenheit nicht nur als Produzent sondern auch als Remixer tätig. Wir haben ihn an der Nexus in Winterthur getroffen und uns mit ihm unterhalten.

Du bist seit einiger Zeit im Musikgeschäft tätig. Wie hast du den Einstieg geschafft?

Ich begann vor 12. Jahren, damals war ich 15 Jahre alt. Ich habe, wie viele andere auch, als DJ in diversen Clubs gearbeitet und mir so nach und nach ein kleines Studio eingerichtet. Irgendwann lernte ich DJ JO von Fog Area kennen. Er hatte als erster Interesse an meinen Tracks und bot mir einen Plattenvertrag an. So entstand eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft. Fog Area war ein junges, aufstrebendes Label und ich war ein junger, fleissiger Produzent, der durch die intensive Labelarbeit die Möglichkeit hatte, viele Veröffentlichungen zu haben.

Du hast mit "Aqualoop" Deine eigene Produktionsfirma mit Tonstudio, Verlag und Label. Daher kannst du Newcomern die Chance geben ihre Ideen in einem professionellen Studio zu produzieren und möglicherweise zu veröffentlichen. Nach welchen Kriterien wählst du die Künstler aus?

Ich arbeite nur mit Künstlern zusammen die mir sympathisch sind. Ihren Sound muss mich begeistern. Ich lege auch Wert, dass sie mir eine gute Rohversion vorlegen. Ich machen nur den Abschluss. Dank dem Aufbau meiner eigenen Produktionsfirma, an welche alle wichtigen Aspekte (Verlag, Label, Booking, Promotion...) angeschlossen sind, war für mich eine logische und konsequente Weiterentwicklung meiner Arbeit. Somit besteht für mich die Möglichkeit, nichts dem Zufall zu überlassen. Das gilt sowohl für meine Produktionen, als auch für Tracks anderer Producer.

Ist für dich das Auflegen oder das Produzieren wichtiger?

Für mich ist beides sehr wichtig. Das Auflegen macht mir auch unglaublichen Spass. Das eine hängt mit dem anderen zusammen. Das Produzieren sowie das Auflegen gehört irgendwie zusammen.

Wie stehts mit einem Pulsedriver Album?

Ich habe es Ende Januar fertiggestellt. Allerdings kommt zuerst meine neue Single heraus. Das Album namens "Sequenze" erscheint ende Mai. Darauf sind 15 Titel in einem Mega-Mix mit 8 neuen Tracks.

Wie unterscheiden sich Deine Produktionen von der Konkurrenz?

Ich lege sehr Wert auf druckvolle Tracks. Meine Lieder müssen auch sehr dynamisch klingen. Ich mache im Studio alles von A bis Z selber, daher kann ich auch sehr gut meine Ideen umsetzen. Für den Erfolg von Danceproduktionen sind die Ergebnisse in den Dance- und Clubcharts sehr wichtig.

Denkst du , dass diese Hitlisten die Situation in den Clubs sinnvoll und realitätsgemäss darstellen?

Leider gehören einige Tracks nicht dahin wo sie sind, doch viele Dancecharts sind sehr realistisch. Schuld sind jedoch nicht die Chart- Redaktionen oder Plattenfirmen. Die Leute machen ja nur ihren Job. Schuld sind die DJs, die sich auf so ein Spiel einlassen. Die Promoter der jeweiligen Firmen sind zwar oft sehr lästig, aber niemand zwingt den DJ, eine gewisse Platte zu tippen und zu spielen.

Deine Produktionen kommen aus den Clubs, haben aber in der letzten Zeit auch in den Media Control Charts Erfolg. Kommt es dir eher darauf an, dass die Tracks in den Clubs ankommen, oder dass sie später auch im Radio bzw. im Fernsehen laufen?

Für mich ist beides sehr wichtig. Ein Label versucht nur Dein Track zu pushen, wenn er auch im Club gut abgeht. Letztendlich entscheiden also die Party-People über den weiteren Werdegang der Tracks und das ist doch eine schöne Sache, wenn sich die Leute für deine Musik entscheiden.

Für welche DJ's produzierst Du?

Zur Zeit produziere ich für DJ Energy und Charly Lownoise.

Wie würdest du reagieren, wenn du mit deiner Arbeit keinen Erfolg mehr hättest?

Weiter machen! Ich hab mir diesen Job nun mal ausgesucht, dann muss ich ihn auch 100prozentig durchziehen. Nach Höhen kommen Tiefen und umgekehrt. Ausserdem ist Erfolg relativ. Wenn ich einen Job sehr gerne mache und von dem Geld sogar noch leben kann, dann habe ich Erfolg - ganz egal, welchen Job ich ausübe.

Du arbeitest unter mehreren Pseudonymen. Was machst Du unter welchem Namen?

Ich habe etwa 30 Pseudonyme. Allerdings arbeite ich im Trancebereich fast nur noch unter dem Namen Pulsedriver. Da ich unter diesem Namen meine grössten Erfolge habe.

Quelle: Vakum

Originalinhalt von 911-party.com (Archiv, Stand November 2001) · ← alle Interviews