Housew@rp.01
HouseW@rp.01 Die Housewarp ist weder irgend eine Chat- oder WAP-Site, nein, dies ist ein Event mit den besten Szene-DJs: Mr Mike, Dani König, Antoine, Mas Ricardo und Mad Mark.
Schon von weit her führte uns das Skylight "indirekt" ins Zentrum von Aarau. Die Soundwarps konnten definitiv aus dem Kasernen-Areal in Aarau lokalisiert werden. Inmitten der Stadt war es aber als Non-Aarauer recht schwierig überhaupt einen Parkplatz zu ergattern. Doch wer sucht, der findet und bei so warmem Wetter fiel uns der kurze (oder auch längere...) Spaziergang auch nicht mehr schwer!
Die Housewarp.01 wird mit Sicherheit in die Schweizer Militärgeschichte eingehen, denn dies ist wahrscheinlich das erste (und letzte???) mal, wo Militär-Gebiet dermassen bestürmt wurde. Doch die Security hatte den Andrang am Eingang zur Militärturnhalle fest im Griff. Überraschend freundlich aber bestimmt hatten sie uns nach genauen Eintrittsmusterungen mittels piepsenden Schlagstöcken (!?) Einlass gewährt. Erst trat man in den engen, verstopften Korridor, danach kämpfte man sich die Treppe hinunter - neben dem Parisienne-Stand vorbei - in die Turnhalle. Auf den ersten Blick empfand ich die Halle recht karg und eintönig. Sie war jedenfalls nicht mit Decor übersättigt! Der ganze Boden war mit weiss-grauer Folie überdeckt. Aber die goldene Mitte zu finden ist halt nicht einfach... Die Lightshow bestand aus ein paar Scheinwerfern, ( dabei kam mir spontan ein Tannenbaum an Weihnachten in den Sinn! ) welche an einem massiven, überdimensionalen Gerüst hingen und den Raum ausleuchteten. Allgemein wirkte es zu hell und ohne irgendwelche Special-Effects. Im vorderen Teil der Halle befand sich, grossräumig abgesperrt, das erhöhte DJ-Pult. Daneben standen zwei grosse, kilowattstarke Lautsprechertürme. Der Sound tönte zwar nur aus der vorderen Seite der Turnhalle, verteilte sich aber bestens über den ganzen Raum. Da die Nebelmaschine (ahh, sowas gabs auch!!!) kaum bis zur Absperrung reichte, mussten sich 80% der Partygänger selber benebeln (Bars...). Die Getränkepreise hielten sich im Rahmen. Cola 5, Bier 6 und Drinks 13 Franken. Das junge, hübsche Personal liess leider oftmals die Durstigen warten, da sie selber im Rhythmus zappelten.
Der Sound übertraf meine Erwartungen, denn schon zu früher Stunde heizte Mr Mike ein und die Stimmung im Publikum war am brodeln. So gegen ein Uhr füllte sich die Halle restlos mit knapp bekleideten House-Mädels und gestylten Boys. Nun war's Zeit für den (Dani) König der House-Szene. Jener machte sich mit geilem House ans Werk. Die Temperatur stieg in der schlecht belüfteten Halle rapide an und trieb der Menge den Schweiss aus den Poren. Doch dem war nicht genug. Der Hitzepegel ( = Schweisspegel) erreichte unaushaltbare Dimensionen. Schuld daran hatten mitunter die drei halb nackten Magic Dancers, mit ihrer animierenden Ausstrahlung. Von Abkühlung war leider kaum die Rede, denn es gab wenig Gelegenheit an die frische Luft zu gelangen, ausser auf den WC-Hof. Doch dort war die Luft auch nicht mehr so frisch, da sich einige möchtegerntrendige Graskühe verlaufen hatten.
Nach sechsstündigem Sauna-Besuch verliessen wir die Brodelhalle (-hölle?) leicht bekleidet in Unterhosen und tropfenden Kleidern unter dem Arm... Nun musste nur noch das Auto gefunden werden!
Wir hoffen, dass die HouseW@rp.01 eine Fortsetzung erhält, vielleicht an einer anderen Location...
Originalinhalt von 911-party.com (Archiv, Stand November 2001) · ← alle Reviews

