Noblesse House Night
Jeder halbwegs normale und gebildete Mensch braucht vom Bahnhof bis zum Temple ca. zwei Minuten. Doch uns sollte dies verwährt bleiben. Ausgerechnet an diesem Abend wurde in Bern demonstriert. Und das gerade vor dem Temple. So mussten wir uns unseren Weg durch Polizisten und Demonstranten bahnen. Ab und zu störten uns die herumfliegenden Bierflaschen und das mühsame Tränengas. Aber schlussendlich kamen wir doch noch an. Im Temple.
Um knapp 22.30 h betraten wir edel gekleidet den Temple. Wir gingen in der Annhame, dass um 23.00 h die Party sicherlich schon in vollem Gange sein würde. Doch weit gefehlt. Ganze eineinhalb Stunden sassen wir auf den gemütlichen roten Sofas herum und schlürften teure Cocktails. Ab und zu schossen wir ein Foto von den herumsitzenden Partypeople. Der Temple ist sehr schön eingerichtet. Zwei gemütliche Bars, viele exklusive Sitzgelegenheiten und ausgefallenes Dekor schmücken den hohen Raum. Leider ist die Lichtanlage nur mässig. Der einzige Kritikpunkt war die Lautstärke der Musik. Da ging was ab, das kann ich euch sagen. Zudem konnte man keine Ohropax erhalten. Auf alle Fälle waren wir dann die ersten, die unsere geilen Moves zum Besten gaben. Die Menge kreischte, und wollte mehr. Wir gaben mehr... Wir gaben alles... Es dauerte keine 15 Minuten und die Tanzfläche war voll. Als die Tanzfläche noch zu drehen begann, fanden wir es anfänglich noch cool. Doch als die ersten Leute seitlich wie Dominosteine herunterzufallen drohten und sich klammernd aneinander hielten wurde es uns auf der Tanzfläche zu ungemütlich.
Wie man es sich von Christopher S. gewohnt ist, brachte er den Tanzkessel zum brodeln. Auch die anderen DJ's gaben ihr bestes. So tanzten wir bis in den frühen Morgen. Unsere anfängliche Missmutigkeit war schnell verflogen. Fazit: Geiler Schuppen, geile Leute, geile Musik = geile Party. Doch kommt nicht vor ein Uhr ;-)
Originalinhalt von 911-party.com (Archiv, Stand November 2001) · ← alle Reviews

