Techno — November 2000
Spectre "Breaktrough" (Grade RSNSIX)
Die Flip Site wartet mit dunklen Sphären auf, und startet mit sauberen gewohnten Kickdrum gen Hi-Hat Steigerung, denn ersten Track sphärisch an. Jam Jubelgefühle nehmen seinen Lauf und die Welt scheint den wochenend-mässigen Startschuss. gegeben zu haben. Mehr von diesem kompatiblen und völlige unkomplizierten Futter sollte es geben. Nach diesem Track peitscht der A2 Tune gnadenlos, von Anfang an, dem Körper entgegen und man wertet der Auskopplung bereits Bonuspunkte zu. Der Hammer, bei dem man schauen muss, dass die Nadel in der Homebase nicht die Spur verliert. Wie die ersten Sonnenstrahlen an einem Morgen, erwärmt es den Körper zur Siedetemperatur. "Northshere" und "Vivid Assault" auf der B-Seite mit anderen Versionen lassen wircklich keine Wünsche mehr offen.
Trackhead Series Volume 7 (Dark House 14)
Die A1 bestückt mit Craig Walsh "Fingers" beginnt psychedelisch fast ami-mässig bekannt und loopt sich die Finger bis ans Ende. Der zweite Tune ist von Terry Mitchell mit "Larkin' About" und ist da schon von schwierigen Eltern, geht aber auch gut ab. Vorallem der Schluss ist zu erwähnen, wo wir mit tollen Einsätzen belohnt werden. Auf der Folgeseite ist "Buggin" von Frankie Bones anzutreffen, und wo wir dann auch gestrandet sind, was wir uns doch immer Auszumalen vermögen.Schön an die Bar rennen und die Musik geniessen, lautet da die Devise. Abgefahrene Partien lassen diesen Track als Besten entpuppen, und wir tippen weiter auf den nächsten und letzten Beitrag von Oka & Yanazaki mit "PG", der die Zusammenführung dieser elektronischen Künstler durchgeschossen vollendet.
G-Force "Minus 19" (Kobayashi 16)
Bei Kobayashi wird die Flip Side mit X bezeichnet, und die Suche nach dem besonderen hat somit auch begonnen. Langsam und stetig findet man die Qulitäten, dieser unvergesslichen, bereits schon erschienen Ausgaben auf diesem Label wieder, und die Bauchkrämpfe werden schnell wieder vergessen. Geschickt einsetzende Breaks verwandeln den Floor in ein Rudel wilder Wölfe,.die nach Beute jagen. "Tracking Device" kickt die A2 an und lässt einem unbeschwert weiter grooven. Auf der B-Seite sind dann noch "Increment" und "Shiffing Down" enthalten, die nochmals Druck zu geben vermögen. Eine KAB die man sich anhören sollte und die in jedes Set gehören muss.
Archtype "Obscure Model" (Ongaku 22)
Pulsierend und mit den Höhen verstärkt, beginnt diese Ongaku, bis der Startschuss dem Armefuchteln, den freien Laufpass gibt. Viel mehr spannendes passiert dann auch nicht mehr, und der psycho Tech-House lastige 303 Folgetrack, lässt den Nacken aber trotzdem, in Form von feinen Nickbewegungen, nicht ermüden. Tiefes Bassintro auf der B2 behält ebenfalls das Niveau auf dem minimalen Standpunkt, das bis zum Verklingen der ersten Version durchhält. Der letzte dieser vier Tracks auf dieser zweiundzwanzigsten Ausgabe, ist der verspielteste, und jeder gibt sich den Rest auf seine Weise, in dem man zum Beispiel nochmals tief Luft, um die kommenden Erlebnisse aufzufangen. Anhören und anprobieren würde ich bei dieser Ongaku empfehlen.
User "One Break" (User 9)
Das Remake von Innercity haben wir ja schon auf dem Bush Label, nicht unlängst entfernt, erleben dürfen, und so ist die Flip Side auch nichts, das die Welt schneller zu drehen vermag. Also auf zur B Seite, wo doch der Wackelarsch wieder zur Geltung kommt, und zum Cox Set dazu gehört wie die Milch zu den Corn Flakes. Herrlich die Anlage lauter drehen zu können und jegliche Rücksicht auf die Nachbarn zu vergessen. Auch die sollen sich ab dieser User erfreuen können, denn schliesslich ist es ja sonst so einsam leise auf diesem Planetchen. DJ Futter par excellence und darum dringend weiter zu empfehlen. Allen Dank, denen Events, die in grossen Hallen durchgeführt werden, denn dorthin, gehört so eine Nummer einfach hin.
Chris McCormark "The Rascal" (Geushky 6)
Einen harten Kick erlöst die Warterei, nach dem Aufsetzen der Nadel, auf der Flip Side, und man tanzt sich in Extase, und freut sich was da an die Ohren zu dringen vermag. Das Zigarettenpäckchen zur Hand und tief einatmend, der erste Zug des Glimmstengels, vollführt dieser Track alle Genugtuungen die es gibt. Die B-Seite produziert von Ian Void mit "Retension" lässt alle Weicheier gnadenlos in der Ecke stehen. Denn sie stampft motorisch nach vorne, ohne Verluste zu scheuen. Herrlich lässt es sich bei diesem Beitrag abgehen und jegliche Sorgen und Laster zu vergessen. Schliesslich lebt man diesen Moment nur jetzt, und das zählt auch bei diesem Ausflug in die einmalige elektronische Tanzkultur dieses Jahrhunderts.
Originalinhalt von 911-party.com (Archiv, Stand November 2001) · ← alle Sounds

